25.10.2009 10:02 Uhr, geschrieben von Il Signore!

Der Derby - Modell Alain von Oraby
Die Gelehrten und Wissenden streiten sich bis heute, woher dieser
Herrenschuh seinen Namen hat. Die Einen behaupten, das der Erfinder des Pferderennens im Jahre 1780, Graf Edward Derby der Namensgeber ist.
Die Anderen glauben zu wissen, das
Edward Smith Stanley , seines Zeichens der 14.Earl of Derby, bedingt durch sein Körpergewicht und eines hohen Spanns enorme Schwierigkeiten beim Anziehen von Stiefeln hatte.
Sein persönlicher Stiefelmacher soll daraufhin den Derbyschaftschnitt entwickelt haben. Nun ja, sollen sich die Gelehrten weiterhin darüber streiten, wer denn nun der Erfinder dieses Herrenschuhtyps ist, wir freuen uns einfach über diese schöne Variante eines
Herrenschuhs.
Eines der drei Hauptmerkmale eines
Derby ist das Quartier. Damit wird das Hinterteil des
Herrenschuhs bezeichnet, welches mit der Fersennaht verbunden ist. Diese beiden Hinterteile liegen auf dem Vorderteil auf und sind das zweite Merkmal. Das dritte Merkmal eines
Derby ist das Vorderblatt, welches in der Schuhspitze beginnt und in der Zunge ausläuft.
Der
Derby galt bis vor einigen Jahren noch als reiner Freizeitschuh, auch bedingt durch die offene Schnürung. Im Geschäftsleben wurden und werden bis heute
Herrenschuhe mit geschlossener Schnürung bevorzugt. Die offene Schnürung wissen besonders Männer mit einem breiten Fuß und einem hohen Spann zu schätzen, da der Abstand zwischen den beiden Seitenteilen der Schnürung individuell eingestellt werden kann.
Der abgebildete
braune Derby passt besonders gut zur Jeans, allen Brauntönen und zu Cordhosen.
04.10.2009 14:04 Uhr, geschrieben von Esther Schulz
Manchmal muss ich wirklich den Kopf schütteln, welche Aussagen vom Verkaufspersonal im stationären Einzelhandel gemacht werden. Am letzten Freitag war ich auf der Suche nach einem speziellen Ledergürtel für meinen Mann und durchstreifte mehrere Geschäfte in der Landshuter Innenstadt. In einem Fachgeschäft stand eine Frau neben mir und fragte die Verkäuferin, was denn ein
Spaltleder sei. Der Gürtel, welchen sie in der Hand hielt, hatte auf der Innenseite diesen Begriff. Daraufhin antwortete die Verkäuferin, dass es sich dabei um eine sehr seltene und daher auch teuere Lederart handele.
Ich konnte es mir dann doch nicht verkneifen, diese falsche Aussage richtig zu stellen und erklärte der Kundin, dass es sich bei
Spaltleder um ein in mehrere Schichten zerlegte Haut, es sich also um gespaltenes Leder handelt. Das Ausgangsmaterial von
Spaltleder ist (meistens) dickes Rindleder, die oberste Schicht ist gleichzeitig auch die hochwertigste Qualität und wird auch als
Narbenspalt bezeichnet. Die darunter liegende und auch minderwertigere Schicht eignet sich weniger zur Weiterverarbeitung als Leder und wird daher als
Spaltleder bezeichnet. Die Verkäuferin ließ uns beide dann wortlos stehen und wandte sich dem nächsten Kunden zu.