Schnürsenkel - Ein wenig beachtetes Detail
05.07.2009 15:25 Uhr, geschrieben von Il Signore!
| Thema: Prüfe was sich ewig bindet!
Schnürsenkel sind im Vergleich zu
Schuhen relativ junge Produkte, die ersten Exemplare kamen am Ende des 18. Jahrhunderts in England auf den Markt und lösten dann mehr und mehr die bis dahin verbreiteten Schnallen ab. Neben der reinen Funktion einen
Herrenschuh zu schnüren hat der
Schnürsenkel auch eine dekorative Aufgabe. Unpassende
Schnürsenkel können selbst das Erscheinungsbild eines hochwertigen Herrenschuhs komplett zerstören. Bei Herrenschuhen kommen überwiegend
Rundsenkel zum Einsatz, welche entweder aus reiner Baumwolle oder einer Mischung aus Baumwolle und Polyester gefertigt sind. Der Vorteil von
Schuhbändern aus Mischgewebe besteht in der höheren Reißfestigkeit und längerer Haltbarkeit im Vergleich zu den preiswerteren Bändern aus reiner Baumwolle. Ein qualitativ hochwertiger Senkel ist daran zu erkennen, dass er eine glatte Oberfläche aufweist und nicht in sich verdreht ist. Die glatte Oberfläche wird durch die Veredelung der verwendeten Baumwolle, dem sogenannten Merzerisieren erreicht. Im Laufe der Zeit vergrauen die
Schnürsenkel, der Fachmann spricht dann vom "Ausbluten". Der Grund dafür liegt darin, dass die
Schuhbänder aus Kostengründen nur oberflächlich gefärbt werden, die Kosten für durchgefärbte Bänder ist der Endverbraucher nicht bereit zu bezahlen. Spätesten dann sollten die
Schnürsenkel ausgetauscht und ersetzt werden, da das Erscheinungsbild darunter leidet. Ein qualitativ hochwertiges
Schuhband quittiert im Übrigen nicht von sofort auf gleich seinen Dienst, sonder kündigt sein Ableben durch das Reißen einzelner Fasern rechtzeitig an. Daher ist es ratsam, immer ein Paar Ersatzsenkel zur Hand zu haben. Auch die Schuhösen bei
Herrenschuhen können die Lebensdauer von
Schnürsenkel verkürzen, wenn diese scharfe Kanten oder Grate aufweisen.